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den Medien werden im Zusammenhang mit der Standortfindung/-entscheidung
für Mobilfunk-basisstationen vor allem die möglichen
gesundheitsschädigenden Wirkungen hochfrequenter elektromagnetischer
Felder (EMF) im Umkreis dieser Stationen diskutiert. Daher sind gerade in
diesem Bereich Forschungstätigkeiten notwendig, um den zum Teil
wissenschaftlich fragwürdigen Aussagen in den Medien und den
Unsicherheiten in der Bevölke-rung hinsichtlich möglicher gesundheitlicher
Belastungen klare Ergebnisse gegenüberzustellen.
Bisher liegen jedoch kaum epidemiologische Studien zu möglichen
gesundheitlichen Wirkungen der durch Mobil-funkbasisstationen emittierten
Radiowellen vor. Grund für die sehr geringe Zahl an Veröffentlichungen
ist, dass zur Untersuchung dieser Fragestellung bisher kein geeignetes
Expositionsmaß verfügbar war. Die Distanz der Wohnung zur
Mobilfunkbasisstation erlaubt keinen ausreichenden Rückschluss auf die
tatsächlich auftretenden Feldstärken, da Distanz und Expositionshöhe nicht
korrelieren. Die Feldstärken sind vielmehr abhängig von den Eigenschaften
der Antenne (u.a. Höhe, Hauptstrahlrichtung, Antennentyp, Downtilt) und
möglichen Reflektionen, Absorptionen, Abschirmungen usw. im näheren und
weiteren Umfeld der Anlage. Aus diesem Grund werden auch innerhalb einer
Wohnung unterschiedliche Feldstärken gemessen.
Um eine Abschätzung der Exposition zu ermöglichen, hat das Bundesamt für
Strahlenschutz im Jahr 2003 das Projekt „Bestimmung der Exposition von
Personengruppen, die im Rahmen des Projektes 'Querschnittstudie zur
Erfassung und Bewertung möglicher gesundheitlicher Beeinträchtigungen
durch die Felder von Mobilfunkbasis-Stationen' untersucht werden“
vergeben. Dieses Projekt wird derzeit vom Ecolog-Institut in Hannover
bearbeitet. Es wird ein Modell entwickelt, das nicht auf Feldmessungen
innerhalb von Privatwohnungen angewiesen ist, vielmehr soll es durch die
technischen Charakteristika der Mobilfunkbasisstationen (siehe Auflistung)
möglich werden, die Exposition abzuschätzen. Die Ergebnisse dieses
Projektes sollen in Form eines Auswertungs-Programms der Querschnittstudie
zur Verfügung gestellt werden.
Seit Oktober diesen Jahres läuft das vom Bundesamt für Strahlenschutz im
Jahr 2002 ausgeschriebene Projekt „QUEBEB - Querschnittstudie zur
Erfassung und Bewertung möglicher gesundheitlicher Beeinträchtigungen
durch die Felder von Mobilfunkbasisstationen“. Ziel der Studie ist es, im
Rahmen einer bundesweiten Erhebung mit 30.000 Haushalten die Exposition
gegenüber den hochfrequenten elektromagnetischen Feldern von
Mobilfunkbasisstationen abzuschätzen und hinsichtlich einer möglichen
Assoziation mit gesundheitlichen Beschwerden zu untersuchen. Die
Expositionsbestimmungen sollen in einem weiteren Schritt um Messungen in
einzelnen Wohnungen ergänzt werden.
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